TSV bleibt Spitzenreiter der Rückrunde

Nächster Spieltag: TSV - FSV Dirlewang // Erste: Samstag, 18.04. 15:30 Uhr; Zweite: 13:30 Uhr vs. SV Sal. Türkheim

Deutlicher Sieg im Flossachstadion. Jetzt wartet der FSV Dirlewang

Nach dem starken Osterwochenende mit den beiden Siegen gegen den SV Schlingen und die SG Kirchdorf/Rammingen hat der TSV Pfaffenhausen direkt nachgelegt. Eine Woche später gelang Grün-Weiß auch beim TSV Zaisertshofen ein eindrucksvoller 4:1-Auswärtssieg – und damit das nächste dicke Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt.

Während die erste Mannschaft damit ihre starke Form eindrucksvoll bestätigte und sich weiter Luft im Tabellenkeller verschaffte, musste die zweite Mannschaft im Vorspiel gegen die Reserve der Zaisertshofner eine deutliche Niederlage hinnehmen. Nun richtet sich der Blick auf den nächsten Heimspieltag an der Mindelbergstraße, wo mit dem FSV Dirlewang und dem SV Salamander Türkheim zwei anspruchsvolle Aufgaben warten.

Rückblick 1. Mannschaft – Fußballfest im Flossachtal

TSV Zaisertshofen – TSV Pfaffenhausen 1:4 (1:1)

Was für ein Auftritt des TSV Pfaffenhausen im Flossachstadion. An einem kalten, verregneten Sonntag im April erwischte Grün-Weiß gegen den Favoriten aus Zaisertshofen einen absoluten Traumstart. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, als die erste gelungene Kombination der Partie direkt zur Führung führte. Yllzon Hajdaraj brachte die mitgereisten Pfaffenhauser früh zum Jubeln und setzte damit gleich ein Zeichen: Der TSV war nicht nach Zaisertshofen gefahren, um sich zu verstecken.

In der Folge machte Pfaffenhausen genau das, was in solchen Spielen gefragt ist. Defensiv stand man kompakt, arbeitete diszipliniert gegen den Ball und setzte immer wieder Nadelstiche über schnelle Konter. Einer dieser Gegenstöße hätte beinahe schon früh das 0:2 gebracht. Nach einem starken Zuspiel von Cherno Ousman Jallow war Violent Bajrami durch, doch ausgerechnet kurz vor dem Abschluss sprang der Ball wegen eines Lochs im Rasen weg. Hatte man eine Woche zuvor noch das Glück, dass ein solcher Platzfehler zugunsten des TSV ausfiel, war es diesmal genau andersherum.

Bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit hinein machte Pfaffenhausen seine Sache sehr gut. Dann aber ließ man den Goacka im Mittelfeld zu viel Raum – und genau das wurde sofort bestraft. Spielertrainer Simon Keller durfte viel zu ungestört andribbeln und hämmerte den Ball aus rund 16 Metern flach ins lange Eck. Ein Treffer, der aus TSV-Sicht zu einfach fiel und zeigte, dass man dem Gastgeber in dieser Phase zu viel Respekt schenkte.

Roland Zellhuber fand in der Kabine aber offensichtlich die richtigen Worte, denn Pfaffenhausen kam erneut hellwach aus der Pause. In der 51. Minute war Cherno Ousman Jallow auf und davon und lief allein auf Timo Baur zu, der den Pfaffenhauser Stürmer nur noch mit einem Foul stoppen konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte der frühere albanische Erstligaspieler, Ragip Mazrekaj, eiskalt zur erneuten Führung.

Von da an wurde beim Gastgeber zunehmend die Nervosität spürbar. Zaisertshofen lief an, fand aber kaum einmal ein echtes Mittel gegen die nun wieder sehr stabile TSV-Defensive. Entweder war früh Schluss, weil der Angriff schon vor dem Strafraum erstickte, oder Simon Schaule hatte die Situation sicher im Griff. Auf der anderen Seite nutzte Pfaffenhausen die entstehenden Räume mit großer Konsequenz. Zunächst traf Violent Bajrami nach einer Ecke per Kopf zum 1:3, ehe Cherno Ousman Jallow nach einer weiteren starken Kombination die endgültige Entscheidung besorgte.

Am Ende hätte der TSV den Sieg sogar noch höher gestalten können. So aber stand unter dem Strich ein hochverdientes 4:1 beim Tabellenvierten – und damit ein Ergebnis, das nicht nur wegen der Höhe Eindruck machte, sondern vor allem wegen der Art und Weise.

Roland Zellhuber war entsprechend zufrieden:
„Ich bin sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Heute und schon am Montag gegen Kirchdorf/Rammingen haben wir gezeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Es gibt gewisse Vorgaben, an die sich die Mannschaft halten muss, und so langsam haben das alle kapiert. Ein großer Vorteil ist auch, dass es mannschaftlich bei uns im Moment sehr gut passt. Da ist egal, was man von außen manchmal über den TSV Pfaffenhausen hört. Wir sind zwar ein Multikulti-Haufen, aber das Teamgefüge und der Zusammenhalt ist stark. Und das merkt man den Jungs auch an ihrer Stimmung im Training und bei den Spielen an.“

Dass der Sieg anschließend noch bis tief in die Nacht gemeinsam mit den Zaisertshofnern im Sportheim gefeiert wurde, rundete den Fußballtag perfekt ab. Denn genau das gehört eben auch dazu. König Fußball – wie schön du sein kannst.


Rückblick 2. Mannschaft – Deutliche Niederlage im Vorspiel

TSV Zaisertshofen II – SG TSV Pfaffenhausen II / SV Schöneberg II 5:0 (1:0)

Für die zweite Mannschaft lief der Nachmittag in Zaisertshofen deutlich weniger erfreulich. Dabei begann die SG gar nicht schlecht und hielt gegen den klaren Favoriten zunächst ordentlich dagegen. Mit der Rückkehr von Bekim Kurtaj an die Seitenlinie war ein neuer Impuls zu spüren, und die Mannschaft zeigte gerade in der Anfangsphase durchaus den Willen, sich zu wehren.

Doch in der 35. Minute ging Zaisertshofen etwas aus dem Nichts durch ein Traumtor von Simon Reif in Führung. Trotz des Rückstands war die erste Halbzeit aus Sicht der SG noch ordentlich. Nach der Pause brach die Mannschaft dann allerdings komplett auseinander. Innerhalb von nur zehn Minuten kassierte sie drei Gegentore und war damit endgültig auf die Verliererstraße geraten. Peter Ruf setzte in der 83. Minute den Schlusspunkt zum 5:0.

Es war bereits die dritte 0:5-Niederlage seit dem Winter, und weiterhin wartet die SG im Pflichtspieljahr 2026 auf ihren ersten Treffer. Die Ausgangslage vor dem Heimspiel gegen Türkheim ist damit klar: Es braucht dringend eine Reaktion.


Tabellenblick

Der Blick auf die Tabelle zeigt, wie wertvoll der Sieg in Zaisertshofen war. Während der TSV seine Hausaufgaben machte, sammelten auch die anderen Mannschaften im Tabellenkeller fleißig Punkte. Jengen/Waal gewann überraschend beim SV Oberrieden, Baisweil-Lauchdorf holte drei Punkte in Mattsies und auch der SV Schlingen sicherte sich einen Auswärtssieg bei der SG Amberg-Wiedergeltingen. Dazu kamen noch Nachholspiele unter der Woche: Rieden holte einen Punkt gegen Amberg-Wiedergeltingen und Jengen/Waal gewann gegen Mattsies.

Gerade deshalb war es für den TSV enorm wichtig, in Zaisertshofen nachzulegen. Statt selbst wieder in den Strudel hineingezogen zu werden, steht Grün-Weiß nun mit 26 Punkten auf Rang acht und hat sich mit einem Spiel weniger acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz erarbeitet. Großer Verlierer dieser Phase ist der SV Mattsies, der nun wieder mitten im Abstiegskampf steckt. Auch der SV Bedernau ist nach der jüngsten Niederlage wieder näher an den Tabellenkeller gerutscht.

In der B-Klasse steht die SG Pfaffenhausen/Schöneberg II mit 15 Punkten auf Rang zehn. Der Rückstand auf das gesicherte Mittelfeld ist nicht unaufholbar, aber nach den letzten Niederlagen darf die Mannschaft nun nicht weiter abrutschen. Gerade deshalb bekommt das Heimspiel gegen Türkheim zusätzliche Bedeutung.


Ausblick 1. Mannschaft – Heimspiel gegen den FSV Dirlewang

Mit dem FSV Dirlewang wartet am Samstag an der Mindelbergstraße der nächste unangenehme Gegner. Die Dirlewanger stehen aktuell auf Rang fünf und haben sich in der Kreisklasse als sehr stabiles Team entwickelt. Die letzten Ergebnisse zeigen das ebenfalls: ein Sieg gegen Schöneberg, ein Remis in Mattsies, ein 3:3 in Oberrieden, ein Unentschieden gegen Baisweil-Lauchdorf und ein klarer 4:1-Sieg bei Jengen/Waal. Der FSV kommt also mit reichlich Selbstvertrauen nach Pfaffenhausen.

Auch das Hinspiel dürfte noch in Erinnerung sein. Damals hielt der TSV zunächst gut mit, geriet aber nach einem Distanztreffer von Ralf Olbrich und einem Konter kurz vor der Pause auf die Verliererstraße. Nach dem Seitenwechsel gelang offensiv kaum noch etwas, und durch eine Zeitstrafe in Unterzahl nutzte Dirlewang die zusätzlichen Räume zum 3:0-Endstand.

Die personelle Lage beim TSV bleibt angespannt, verändert sich aber leicht gegenüber der Vorwoche. Maximilian Steck steht wieder als Option zur Verfügung und wird zumindest auf der Bank erwartet. Ansonsten bleibt die Liste lang, und umso wichtiger ist es, dass der aktuelle Zusammenhalt weiter trägt. Auch beim Gegner gibt es eine offene Personalfrage: Sturmjuwel Armin Ibrahimovic, zuletzt fraglich, könnte erneut fehlen. Das wäre zweifellos ein Faktor.

Roland Zellhuber ordnet die Situation klar ein:
„Wie wichtig es ist, seine Spiele selber zu gewinnen und sich nicht auf andere zu verlassen, haben wir vergangene Woche gesehen. Fast alle Mannschaften unten drin fangen jetzt zu punkten an und wir brauchen definitiv noch ein paar Punkte, um die Liga zu halten. Außerdem bin ich mir sicher, dass am Samstag viele Zuschauer zu unserem Heimspiel kommen werden und denen wollen wir natürlich auch zeigen, was in uns steckt.“


Ausblick 2. Mannschaft – Reaktion gegen SV Salamander Türkheim gefragt

Für die zweite Mannschaft wird es ebenfalls alles andere als einfach. Mit dem SV Salamander Türkheim kommt eine Mannschaft an die Mindelbergstraße, die sportlich eigentlich zu den stärksten Teams der Liga gehört. Ohne den Punktabzug wegen des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Spielers wären die Wertachstädter sogar mitten im Aufstiegsrennen dabei. Das große Ziel des SVT bleibt dennoch klar: Schritt für Schritt zurück in Richtung A-Klasse und langfristig zurück zu stabileren Zeiten.

Aus TSV-Sicht darf das alles gern noch etwas warten. Nach dem 5:2 im Hinspiel in Türkheim und der jüngsten 0:5-Niederlage in Zaisertshofen ist die Richtung für die SG klar: Man muss zurück in die Spur, Selbstvertrauen aufbauen und sich vor allem wieder als Mannschaft stabiler präsentieren. Nach den zuletzt schwachen Auftritten wäre ein gutes Heimspiel gerade zur rechten Zeit.


Alle gemeinsam zum Klassenerhalt

Der Sieg in Zaisertshofen war mehr als nur ein weiterer Dreier. Er war ein weiterer Beleg dafür, was in dieser Mannschaft steckt, wenn sie ihre Abläufe auf den Platz bringt und als Einheit auftritt. Gleichzeitig hat das Wochenende aber auch gezeigt, dass weiterhin jeder Punkt hart erarbeitet werden muss – in beiden Teams.

Und jetzt wartet genau das, was den Amateurfußball so besonders macht: Samstag, Sonne, Fußball. Viel schöner kann es kaum werden. Wir freuen uns über jeden Zuschauer, der den Weg an die Mindelbergstraße findet, und hoffen, dass die Jungs auf dem Platz etwas davon zurückgeben können. Wir wünschen allen Fans beider Lager tolle Stunden auf unserer Sportanlage – mit gutem Fußball, kühlen Getränken und heißen Seelen nach dem Spiel.

Wir sehen uns am Samstag, ihr Grün-Weißen 💚🤍

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