Zwischen Rückschlägen, Überraschungssiegen und Klassenerhalt – Die Saison 2025/26 des TSV

TSV Saisonrückblick 25/26

„Z´ruck auf d´Schlacht – voraus auf d`nächste“

Nach einer Saison voller Rückschläge, emotionaler Derbys, schwerer Verletzungen und großer Fußballmomente steht am Ende ein starker 7. Platz in der Kreisklasse für den TSV Pfaffenhausen. Doch diese Spielzeit war weit mehr als nur eine Tabellenplatzierung. Sie zeigte, wie eng Mannschaft, Verein und Umfeld zusammengerückt sind. Gleichzeitig beginnt mit der neuen SG mit dem SV Schöneberg bereits das nächste Kapitel im Herrenfußball des TSV. 

Wenn man heute auf die Abschlusstabelle schaut und den TSV Pfaffenhausen auf Platz 7 der Kreisklasse findet, dann wirkt das vielleicht erstmal unspektakulär. Wer die Saison aber Woche für Woche verfolgt hat, der weiß:
Dieser 7. Platz fühlt sich verdammt gut an.

Denn hinter dieser Saison steckt deutlich mehr als nur eine Tabellenplatzierung. Hinter dieser Saison stecken Rückschläge, Derbydramen, schwere Verletzungen, große Emotionen, volle Tribünen, viel Zusammenhalt und eine Mannschaft, die nie aufgehört hat an sich zu glauben.

Als Aufsteiger war das Ziel von Anfang an klar: irgendwie die Klasse halten. Dass man die Saison am Ende so souverän abschließen würde, war im Herbst noch lange nicht abzusehen.

Gerade die erste Saisonhälfte hatte es nämlich ordentlich in sich. Zunächst verletzte sich mit Fabian Zenuni ausgerechnet der Topscorer schwer und fehlte dem TSV damit für die gesamte restliche Saison. Nur eine Woche später erwischte es Neuzugang Reinhold Haar in seinem ersten Spiel nach gerade einmal 20 Minuten ebenfalls schwer. Die Zeitung fragte damals:
„Kann man mehr Pech haben als der TSV Pfaffenhausen?“

Und ehrlich gesagt fühlte es sich damals genau so an.

Dazu kamen die brutalen Derby-Niederlagen gegen Oberrieden und Schöneberg. Spiele, die teilweise erst in den Schlusssekunden verloren gingen und richtig weh taten. Vor allem offensiv musste der TSV plötzlich komplett umdenken. Über weite Strecken der Hinrunde spielte Grün-Weiß praktisch ohne echte Sturmspitze.

Doch genau in dieser Phase zeigte sich, was die Mannschaft ausmacht.

Der TSV blieb ruhig.
Der TSV blieb zusammen.
Und der TSV arbeitete einfach weiter.

Trainer Roland Zellhuber schaffte es dabei immer wieder, Ruhe in die Mannschaft zu bringen. Keine Panik, kein Aktionismus – stattdessen Woche für Woche der Fokus auf die eigenen Aufgaben. Gerade in der Rückrunde entwickelte sich der TSV dadurch zu einer richtig unangenehmen Mannschaft. Defensiv kompakt, kämpferisch stark und vorne immer gefährlich, sobald sich Räume ergaben.

Einen großen Anteil daran hatten auch Ousman Jallow und Ragip Mazrekaj. Osman brachte nach dem Winter endlich wieder Tempo und Tiefe ins Offensivspiel, während Ragip der Mannschaft mit seiner Erfahrung enorm viel Stabilität verlieh. Beide integrierten sich nicht nur sportlich, sondern auch menschlich hervorragend.

Und plötzlich gewann der TSV genau die Spiele, die man im Abstiegskampf gewinnen muss.

Die Siege gegen Baisweil und Mattsies fühlten sich dabei wie echte Befreiungsschläge an. Gerade beim letzten Heimspiel gegen Mattsies spürte man nach dem Schlusspfiff überall die Erleichterung. Spieler, Trainer, Zuschauer – allen fiel sichtbar eine Last von den Schultern. Dass man am Ende sogar noch vor dem SV Schöneberg landete und die Saison auf Platz 7 abschloss, machte das Ganze natürlich noch schöner.

Neben allen sportlichen Themen gab es in dieser Saison aber auch einen Moment, der weit über Fußball hinausging. Mit Alexander Hiesinger verlor der TSV einen Menschen, dem der Verein unglaublich viel bedeutete. Xandi war für viele weit mehr als nur ein Zuschauer. Sein viel zu früher Tod traf den gesamten Verein tief und zeigte gleichzeitig noch einmal, wie eng die TSV-Familie zusammensteht.

Auch die erste Saison der SG TSV Pfaffenhausen 2/SV Schöneberg 2 darf insgesamt positiv bewertet werden. Natürlich wäre gerade offensiv in vielen Spielen mehr möglich gewesen und sicherlich hätte die SG tabellarisch noch weiter vorne landen können. Trotzdem ist Platz 8 in der ersten gemeinsamen Saison absolut ordentlich. Viel wichtiger war ohnehin, dass das Miteinander innerhalb der Mannschaft hervorragend funktionierte und beide Vereine vertrauensvoll zusammenarbeiteten.

Überhaupt hatte man in dieser Saison oft das Gefühl:
Der TSV lebt. Gemeinsames Feiern nach Siegen – aber genauso Zusammenhalt nach bitteren Niederlagen.

Dazu kommen all die Menschen im Hintergrund, ohne die so eine Saison niemals funktionieren würde:
Platzwarte, Sportheimteam, Helfer, Sponsoren, Trainer, Betreuer und viele weitere Ehrenamtliche.

Diese Saison hat gezeigt, was in Pfaffenhausen möglich ist, wenn alle zusammenstehen.

Und genau dieses „Zusammen“ wird in Zukunft noch wichtiger werden.

Denn die kommende Saison bringt die wohl größte Veränderung der letzten Jahre mit sich. Nach der bereits gegründeten SG der zweiten Mannschaft werden künftig auch die ersten Mannschaften des TSV Pfaffenhausen und des SV Schöneberg gemeinsam im Spielbetrieb antreten.

Eine Entscheidung, die sicherlich niemand leichtfertig getroffen hat. Gleichzeitig zeigt sie aber auch, wie sehr sich der Amateurfußball verändert. Beide Vereine verbindet seit Jahren ein gutes Verhältnis und bereits früh war klar, dass man sich gegenseitig unterstützen würde, sollte einer der Vereine Probleme bekommen, den Spielbetrieb alleine aufrechtzuerhalten.

Die positive Erfahrung mit der gemeinsamen zweiten Mannschaft und die immer schwierigere Personalsituation beim SV Schöneberg führten schließlich zu diesem Schritt.

Trotzdem bleibt eines ganz wichtig:
Beide Vereine bleiben selbstverständlich eigenständig bestehen. Es geht ausschließlich um eine Spielgemeinschaft im Herrenfußball.

Natürlich hätte vermutlich jeder Verein am liebsten dauerhaft eigenständig weitergespielt. Gleichzeitig ist diese Entscheidung aber auch ein Zeichen dafür, dass beide Vereine Verantwortung übernehmen und gemeinsam nach vorne blicken.

Denn eines hat diese Saison eindrucksvoll gezeigt:
Zusammenhalt war die größte Stärke des TSV Pfaffenhausen.

Oder wie es in der gemeinsamen Stellungnahme heißt (Bericht auf unserer Homepage):

„Wir werden immer grün-weiß im Herzen bleiben – nur kommt nun noch ein wenig gelb-schwarz dazu.“

Gemeinsam stark. 💚🤍💛🖤

Das könnte dich auch interessieren

Gemeinsam stark: TSV Pfaffenhausen und SV Schöneberg gehen gemeinsamen Weg

Gemeinsam stark: TSV Pfaffenhausen und SV Schöneberg gehen gemeinsamen Weg

Der Herrenfußball in Pfaffenhausen und Schöneberg schlägt ab der kommenden Saison ein neues Kapitel auf: Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit in der SG2 werden künftig auch die ersten Mannschaften beider Vereine gemeinsam im Spielbetrieb antreten. Warum dieser Schritt notwendig wurde, wie es dazu kam und weshalb beide Vereine voller Zuversicht in die Zukunft blicken, erklären wir in der folgenden gemeinsamen Stellungnahme.

Klassenerhalt perfekt! TSV feiert 1. Kreisklasse-Klassenerhalt mit furiosen Heimsieg – Reserve verabschiedet sich mit Erfolg in die Sommerpause

Klassenerhalt perfekt! TSV feiert 1. Kreisklasse-Klassenerhalt mit furiosen Heimsieg – Reserve verabschiedet sich mit Erfolg in die Sommerpause

Was für ein Pfingstmontag an der Mindelbergstraße 14! Während sich zahlreiche Besucher zunächst auf dem traditionellen Pfingstmarkt tummelten, pilgerten anschließend viele Grün-Weiße zur heimischen Sportanlage. Und dort gab es reichlich Grund zum Feiern: Die 1. Mannschaft des TSV Pfaffenhausen sicherte sich mit einem starken 4:2 Heimsieg gegen den SV Mattsies endgültig den Klassenerhalt in der Kreisklasse. Durch die gleichzeitige Niederlage des SV Schöneberg sprang die Mannschaft von Roland Zellhuber sogar auf Tabellenplatz 7.

Pfingstmontag an der Mindelbergstraße – TSV will sich endgültig die Klasse sichern

Pfingstmontag an der Mindelbergstraße – TSV will sich endgültig die Klasse sichern

Der TSV Pfaffenhausen steht vor dem letzten Heimspieltag der Saison. Während die Erste gegen den SV Mattsies den Klassenerhalt endgültig perfekt machen kann, möchte die Zweite gegen Mattsies 2 in Schöneberg nochmal ein Ausrufezeichen setzen. Bereits am Freitag will die AH nach dem Sieg in der Vorwoche gegen den SV Egelhofen nachlegen. Unter dem Motto „In GRÜN zum letzten Heimspiel“ hofft der TSV am Pfingstmontag auf eine große grün-weiße Kulisse an der Mindelbergstraße.