Spitzenreiter reist mit Rückenwind ins VG-Derby

SG2 holt wichtigen Auswärtssieg. Dritte darf endlich wieder ran.

Spielberichte & Ausblick

Ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter der SG Pfaffenhausen/Schöneberg. Während die dritte Mannschaft spielfrei war, konnten sowohl die SG1 als auch die SG2 ihre Auswärtsaufgaben lösen. Die Erste behauptete mit einem hart erkämpften 4:2-Erfolg beim SV Mattsies die Tabellenführung der Kreisklasse Allgäu 2. Die Zweite belohnte sich beim FC Hawangen 2 spät mit einem 3:2-Auswärtssieg und beendete damit ihre kleine Negativserie.

Am kommenden Wochenende ist dann endlich wieder Fußball satt angesagt. Bereits am Samstag wartet auf die SG1 in Schöneberg das Derby gegen den SV Oberrieden. Am Sonntag folgen in Pfaffenhausen gleich zwei Duelle mit dem TSV Mittelneufnach: zunächst die SG3 gegen die aktuell makellose Reserve, anschließend die SG2 gegen die erste Mannschaft des TSV.

SG1: Arbeitssieg auf schwierigem Geläuf

SV Mattsies – SG Pfaffenhausen/Schöneberg 2:4

Bei sommerlichen Temperaturen musste die SG1 am vergangenen Sonntag beim Tabellenletzten SV Mattsies antreten. Dass solche Partien oftmals unangenehmer sind, als es die Tabelle vermuten lässt, dürfte jedem Fußballer bekannt sein. Gerade in Mattsies hat auch der TSV Pfaffenhausen in der Vergangenheit schon seine Erfahrungen gemacht. Der harte und unebene Platz mit zahlreichen Löchern machte ein sauberes Kombinationsspiel zusätzlich schwierig.

Trainer Roland Zellhuber hatte seine Mannschaft im Vorfeld eindringlich davor gewarnt, was sie am Wartberg erwarten würde. Trotzdem entwickelte sich zunächst genau die Partie, die man eigentlich verhindern wollte. Mattsies setzte wie schon in der Vorsaison immer wieder auf lange Bälle in die Spitze und versuchte anschließend mit viel Wucht nachzurücken.

In der 14. Minute führte genau dieses Mittel zur Führung der Hausherren. Eine Hereingabe aus dem Halbfeld segelte in den Strafraum. Torwart Simon Schaule blieb auf der Linie, auch die Hintermannschaft arbeitete nicht konsequent genug gegen den Ball und Matthias Vogt verlängerte per Kopf zum 1:0.

Die Antwort der SG ließ allerdings nicht lange auf sich warten. In einer starken Phase erhöhte man den Druck und wurde in der 22. Minute belohnt. Violent Bajrami nahm den Ball technisch stark und traf mit einem sehenswerten Volley zum 1:1. Wer nun jedoch dachte, dass die SG endgültig Kontrolle über die Partie bekommen würde, wurde enttäuscht. Der Platz verhinderte immer wieder ein schnelles Direktspiel. Häufig benötigte man einen zusätzlichen Kontakt, wodurch die Mattsieser genügend Zeit erhielten, wieder Druck auf den Ball auszuüben.

Auch die Hausherren blieben gefährlich. Timo Kobold setzte sich einmal mit etwas Glück gegen die Defensive durch und tauchte frei vor Simon Schaule auf, doch der Schlussmann der SG verhinderte den erneuten Rückstand.
Kurz vor der Pause schlug dann die SG nach einem Standard zu. Ragip Mazrekaj setzte sich im Strafraum durch und köpfte den Ball mit voller Wucht in die Maschen. Mattsies-Keeper Robin Baumberger, der insgesamt eine starke Partie zeigte, war machtlos. Mit dem 1:2 ging es in die Kabinen.

Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie ein echtes Kampfspiel. Zwar gelang es der SG nun etwas besser, Struktur in die eigenen Aktionen zu bringen, doch wirklich ruhig wurde das Spiel nie. Auf beiden Seiten ergaben sich Möglichkeiten. Besonders gefährlich waren mehrere Freistöße der Hausherren unmittelbar an der Strafraumgrenze, die jedoch allesamt ohne Folgen blieben.

In der 77. Minute musste Martin Ostenrieder nach seiner zweiten Verwarnung mit Gelb-Rot vom Platz. Bitter aus Sicht der SG, zumal der Schiedsrichter auf der anderen Seite in der ersten Halbzeit bereits die Ampelkarte hätte zeigen müssen.

In Unterzahl wurde die Partie nun endgültig zur Willensfrage. Trainer Roland Zellhuber bewies in der 84. Minute ein glückliches Händchen und brachte Christoph Wanner. Nur zwei Minuten später sorgte ausgerechnet Wanner für die Vorentscheidung. Der Offensivspieler, der zuletzt häufiger mit seiner Chancenverwertung gehadert hatte, traf zum umjubelten 1:3. Vielleicht genau das Tor, das jetzt den Knoten löst.

Mattsies gab sich dennoch nicht geschlagen. Tobias Kobold lief noch einmal alleine auf Simon Schaule zu, doch der Torhüter lenkte den Ball mit dem Fuß gerade noch an den Pfosten. Kurz darauf wurde ein Konter der SG nur noch per Foul gestoppt. Lukas Kurz nahm Maß und verwandelte den anschließenden Freistoß erneut sehenswert zum 1:4.
Der späte Treffer von Lukas Baur zum 2:4 war für den Ausgang der Partie nicht mehr entscheidend, ärgerte die Defensive aber dennoch.

Unterm Strich war es kein fußballerisches Feuerwerk, sondern ein klassischer Arbeitssieg. Auf schwierigem Platz und nach langer Unterzahl nahm die SG die drei Punkte mit – und genau solche Spiele muss eine Spitzenmannschaft eben auch einmal gewinnen.

SG2: Später Kopfball bringt drei Punkte in Hawangen

FC Hawangen II – SG Pfaffenhausen/Schöneberg II 2:3

Auch die zweite Mannschaft kehrte mit drei Punkten im Gepäck nach Hause zurück. Beim FC Hawangen 2 gewann die Mannschaft von Wolfgang Wöss mit 3:2.

Die SG2 hatte die Partie zunächst ordentlich unter Kontrolle. Die Hausherren operierten überwiegend mit langen Bällen, die in der Anfangsphase nur selten für Gefahr sorgten. Die Gäste versuchten dagegen, das Spiel ruhig aufzubauen, leisteten sich im Zentrum und im letzten Drittel aber immer wieder kleinere Ungenauigkeiten.

Das 0:1 fiel schließlich nach einem Freistoß aus halbrechter Position. Tobias Rauch zog flach auf das kurze Eck, wobei der Ball dem Hawanger Schlussmann durchrutschte.

Die SG blieb anschließend gefährlicher und erhöhte wenig später erneut durch Tobias Rauch. Nachdem der Torwart einen Ball am linken Strafraumeck nur unzureichend klären konnte, fasste sich Rauch ein Herz und traf aus der Distanz ins lange Eck zum 0:2.

Wie so häufig in dieser Saison verlor die SG2 gegen Ende der ersten Halbzeit jedoch etwas den Faden. Nach einem Ballverlust an der Mittellinie genügte Hawangen ein Steckpass. Martin Suiter kam aus seinem Tor, erreichte den Ball aber nicht mehr rechtzeitig und Thomas Groß verkürzte kurz vor der Pause auf 1:2.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein zunehmend wildes Spiel. Hawangen kam nach Ballverlusten der SG mehrfach mit wenigen Pässen gefährlich vor das Tor. Die Defensive warf sich jedoch in viele Situationen und verhinderte Schlimmeres. Ein Pfostentreffer sowie mehrere Abschlüsse über und neben das Tor zeigten dennoch, wie knapp die Führung inzwischen geworden war.

Auch die SG2 hatte weiterhin Chancen. Leon Hillebrand, David Deseive und Adrian Gianfreda kamen zu aussichtsreichen Möglichkeiten, konnten die Partie aber nicht frühzeitig entscheiden.

In der 77. Minute gelang Hawangen schließlich der 2:2-Ausgleich. Danach blieb das Spiel offen und hektisch, ehe die SG in der Nachspielzeit noch einmal zuschlug. Nach einem Foul an Nico Frank gab es Freistoß aus halbrechter Position. Der Ball segelte an den langen Pfosten, wo Lukas Tiefenbacher völlig frei zum Kopfball kam und zum umjubelten 2:3 einnickte.

Nach vier Niederlagen in Folge war dieser Sieg enorm wichtig. Spielerisch war sicherlich nicht alles sauber, doch gerade nach den vergangenen Wochen tat es gut, wieder einmal ein enges Spiel auf die eigene Seite zu ziehen.

Tabellenblick

Die SG1 bleibt nach acht Spieltagen das Maß der Dinge in der Kreisklasse Allgäu 2. Mit 20 Punkten aus acht Spielen und einem Torverhältnis von 22:13 führt die Mannschaft die Tabelle an. Dahinter folgt der FSV Lamerdingen mit 17 Punkten. Die SG Amberg-Wiedergeltingen und der TSV Zaisertshofen stehen jeweils bei 16 Zählern.

Auch in der Torjägerliste ist die SG prominent vertreten. Fabian Zenuni führt mit sieben Treffern, direkt dahinter liegt Lukas Kurz mit sechs Toren. Violent Bajrami steht bereits bei fünf Treffern.

Die SG2 verbessert sich durch den Sieg auf 12 Punkte aus acht Spielen. Mit einem Torverhältnis von 18:22 steht man im dicht gedrängten Mittelfeld der A-Klasse. Spitzenreiter ist aktuell die SG Breitenbrunn/Loppenhausen mit 21 Punkten. Dahinter folgen Bedernau mit 18 sowie Mittelneufnach und Ettringen mit jeweils 16 Zählern.

Die SG3 war am vergangenen Wochenende erneut spielfrei. Nach fünf absolvierten Begegnungen steht sie mit sechs Punkten und 10:14 Toren auf Rang sieben.

Derbyzeit in Schöneberg!

Am kommenden Samstag wartet auf die SG1 ein echtes Highlight. In Schöneberg gastiert der SV Oberrieden zum Derby.

Während unsere SG erstmals als Tabellenführer in ein Derby geht, steht Oberrieden nach acht Spielen mit zehn Punkten auf Rang sieben. Das Torverhältnis von 7:16 zeigt vor allem, dass die Offensive bislang noch nicht richtig in Schwung gekommen ist.

Dabei spielte der SVO noch vor wenigen Monaten eine ganz andere Rolle. In der vergangenen Saison beendete Oberrieden die Runde mit starken 50 Punkten auf Rang drei. Bis zum letzten Spieltag stand man sogar noch auf dem Relegationsplatz, ehe dieser ausgerechnet beim Derby gegen den späteren Absteiger SV Bedernau verspielt wurde.

Im Sommer musste der Verein allerdings einige namhafte Abgänge verkraften. Mit Luca Klaus, der zum FSV Dirlewang wechselte, und Manuel Schalk, der den Schritt in die Bezirksliga zum SV Egg wagte, verließen die beiden wichtigsten Torschützen den Verein. Gerade der Abschied des Oberriedner Eigengewächses Schalk war ein weiterer Einschnitt, nachdem zuvor bereits Spieler wie Simon Keller und Alexander Ammann ihren Heimatverein verlassen hatten.

Inzwischen ist mit dem in Pfaffenhausen wohnenden Manuel Merk aber wieder ein wichtiger Spieler zurück. Nach Verletzung und längeren Reisen steht er wieder zur Verfügung und beackert nun die Offensive des SVO.

Auch die jüngere Vergangenheit verspricht ein interessantes Derby. Der SV Schöneberg verlor in der vergangenen Saison beide Spiele gegen Oberrieden. Der TSV Pfaffenhausen holte zumindest im Rückspiel beim 1:1 einen Punkt. Zudem sind die Duelle auch abseits des Ligabetriebs noch bestens in Erinnerung. Im vergangenen Jahr traf Pfaffenhausen beim VG-Turnier in Schöneberg im Finale auf den SVO und musste sich dort bitter im Elfmeterschießen geschlagen geben. Im Hinspiel der vergangenen Saison verletzte sich zudem Pfaffenhausens damaliger Neuzugang Reinhold Haar bereits nach rund 20 Minuten schwer.

Nach dem Aufstieg zur neuen Spielgemeinschaft haben sich die Vorzeichen nun verändert. Trotzdem bleibt ein Derby ein Derby – und die Tabelle spielt für 90 Minuten bekanntlich nur eine Nebenrolle.

Anpfiff ist am Samstag in Schöneberg. Für unsere Mannschaft wartet damit direkt das nächste emotionale Spiel.

Doppelspieltag gegen Mittelneufnach

Am Sonntag dreht sich in Pfaffenhausen anschließend alles um den TSV Mittelneufnach.

SG3 gegen TSV Mittelneufnach 2

Den Auftakt macht um 13:00 Uhr die SG3. Und schwerer könnte die Aufgabe kaum sein.

Mittelneufnach 2 reist als Tabellenführer an und hat bislang eine makellose Bilanz: fünf Spiele, fünf Siege, 24:2 Tore und 15 Punkte. Zuletzt gab es ein 3:1 gegen Unterrieden 2. Zuvor gewann die Mannschaft unter anderem 7:1 in Markt Wald, 6:0 in Amberg-Wiedergeltingen und 6:0 in Bedernau.

Mit Johannes Mueller, der bereits fünfmal getroffen hat, stellt Mittelneufnach auch einen der gefährlichsten Spieler der Liga.

Unsere SG3 geht daher als klarer Herausforderer in die Partie. Nach der spielfreien Woche dürfte die Mannschaft aber ausgeruht sein und kann völlig ohne Druck antreten. Vielleicht ist genau das die Chance, dem bislang makellosen Spitzenreiter erstmals richtig weh zu tun.

SG2 gegen TSV Mittelneufnach

Direkt im Anschluss wartet um 15:00 Uhr auf die SG2 die erste Mannschaft des TSV Mittelneufnach.

Auch hier kommt ein Gegner nach Pfaffenhausen, der bislang eine starke Saison spielt. Mittelneufnach steht mit 16 Punkten aus sieben Spielen im oberen Tabellendrittel und hat bereits beeindruckende 36 Treffer erzielt.

Besonders auffällig ist Dennis Hedrich, der bereits bei zehn Saisontoren steht.

Die vergangenen Wochen unterstreichen die offensive Stärke der Gäste eindrucksvoll. Nach dem 2:3 gegen Bad Wörishofen 2 folgten unter anderem ein 11:0 in Hawangen und zuletzt ein 7:0 gegen Unterrieden. Auch beim 6:2 in Amberg-Wiedergeltingen oder beim 6:2 in Markt Wald zeigte Mittelneufnach seine enorme Offensivqualität.

Die SG2 hat mit dem Last-Minute-Sieg in Hawangen allerdings neues Selbstvertrauen gesammelt. Genau daran gilt es nun anzuknüpfen. Will man gegen einen der offensivstärksten Gegner der Liga bestehen, braucht es vor allem über 90 Minuten Konzentration und eine deutlich stabilere Leistung gegen den Ball.

Damit ist am Wochenende alles angerichtet: Derby am Samstag in Schöneberg – und am Sonntag Doppelspieltag in Pfaffenhausen.

Wir sehen uns am Wochenende – Gemeinsam zum Sieg für Grün-Gelb!

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